Kein Strom auf der Baustelle PDF Drucken E-Mail
Erschließung
Sonntag, den 22. Februar 2009 um 10:05 Uhr

Auch diese Woche ist wieder viel passiert. Jedoch nicht nur auf der Baustelle, sondern bei uns bzw. unserem Telefon, das -gefühlt- im Dauereinsatz war.

Sogar einen Tag früher, als erwartet, begannen die Erdarbeiten, als Vorbereitung für die Bodenplatte. Dazu wurde erst der Mutterboden ausgehoben, dass mit Kies und Sand aufgefüllt.

Am Ende unseres Grundstücks stehen nun zwei riesen Berge Mutterboden. Wir hoffen, dass unsere Nachbarn hinter uns nicht zu schnell sind, denn mit ein paar Zentimetern belagern wir auch ihr Grundstück.

Ich war am Dienstag Abend auf der Baustelle, weil ich so neugierig war, und weil unsere anderen Nachbarn eigentlich immer noch nicht Bescheid wussten, dass es bald logeht. Wir hatten sie bei unseren vergangenen Besuchen nicht angetroffen. Deshalb haben wir kurzerhand einen netten Brief geschrieben (auch wenn es eigentlich schon zu spät war, weil ja schon eher angefangen wurde). Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Wir bekamen eine sehr nette E-Mail zurück und wurden auch gleich zum Kaffee oder Tee-trinken eingeladen. Das finden wir natürlich toll, obwohl wir auch schon im August bei unserem ersten Besuch bei unseren Nachbarn einen total netten Eindruck hatten.

Am Mittwoch kam dann endlich die seit ca. 2,5 Wochen erwartete Antwort über die Zusammenfassung der Pfahlgründungskosten und der Zeitplan, der  seit unserem Bauanlaufgespräch auf sich hat warten lassen.

Jedoch gleich mit der Nachricht, dass sich die Bauzeit nach hinten verschieben kann, auf Grund der momentanen Wetterverhältnisse und der Freigabe durch den Qualitätssicherer (Erreichen der Stufe B). Was ander Excel Tabelle mit dem Zeitplan so lange gedauert hat, kann ich nur mutmaßen, weil in den nächsten Tagen eine Odysee begann. Ich vermute einfach, dass sie Angst hatten, den Zeitplan ausbessern zu müssen und sich deshalb erst recht spät "festlegen" wollten.

Ich habe dann gleich den Bauleiter gebeten, sich weiterhin um die Berechnungen und Unterlagen für den Qualitätssicherer zu kümmern. T&C weiß seit Vertragsabschluß, dass wir eben diesen eingeschaltet haben und haben auch schon beim Einreichen der Baugenehmigung erfahren, welche Berechnungen noch fehlen (das war im September 2008)- meiner Meinung nach müssen diese Berechnungen nicht auf den letzten Drücker ausgeführt werden. Das Timing, nämlich dass der Qualitätssicherer eine Woche für die Berechnungen und die Genehmigung braucht, ist auch bekannt. In sofern sehe ich keine Schwierigkeiten darin, dass wir wegen dem Qualitätssicherer später anfangen müssen, vor allen DIngen, weil erst ab der Bodenplatte alles erlaubt sein muss und diese erst Anfang/Mitte März gegossen wird. Über "Verständigunsprobleme" sind alle Beteiligten ja nun auch aufgeklärt (ihr erinnert euch "wir haben alle Berechnungen gemacht, ich kann den QS nicht telefonisch erreichen" "Nun konnten wir ihn erreichen, er möchte nicht die Berechnungen, sondern die Typenbezeichnung").

Wetterbedingt hoffen wir einfach, dass das Wetter besser wird (ich sehe da aber auch keine Schwierigkeiten, weil es keinen Frost gibt).

Montag sollte eigentlich der Pfahlbauer anfangen. Ich weiß bis heute nicht, ob das alles klappt. Der Pfahlbauer braucht Baustrom, weil die Leute in einem Wohnwagen auf unserem Grundstück übernachten und Licht und Heizung brauchen. Für den Baustrom ist unser Bauleiter zuständig gewesen. Heißt, wir haben ein Angebot von einem Elektriker bekommen, das unterschrieben. Dann hieß es, dass für den Baustrom auch schon der Unterschriebene Auftrag für die Stromerschließung an Vattenfall gehen muss. Kein Problem, schnell unterschrieben, eingescannt und dann 2 Tage später erfahren, dass wir Vattenfall auch mit der Baustrombelieferung beauftragen müssen (das Unternehmen stellt nur den Baustromkasten) muss sich aber an die zertifizierten Leitungen von Vattenfall anschließen.

Kein Problem, auch den unterschrieben, eingescannt und per Mail an den Elektriker geschickt. Dann hieß es plötzlich, dass bei Vattenfall, mit denen ein Termin für Baustrom gemacht werden muss, keine Termine mehr frei seien. Ob ich dort als Bauherrin anrufen könnte und ein bisschen Druck machen könnte. An dieser Stelle bin ich jedes Mal dankbar, dass ich einen netten Arbeitgeber habe, weil ich natürlich auf der Arbeit war. Der Anruf bei Vattenfall war super nett, jedoch führt den Bauanschluß im Auftrag von Vattenfall eine andere Firma aus, mit der der Termin abgestimmt werden muss.

Ich habe also nur die Nummer weitergeben (irgendwann muss man ja mal arbeiten), weil ich keine Terminabsprachen für fremde Elektriker machen kann. Dann wieder ein Anruf: es kann so schnell kein Termin gemacht werden, ob ich nicht bei den Nachbarn vorbeifahren könnte, um diese zu fragen, ob sie uns Strom "leihen". Ich musste Abends eh nochmal zum Grundstück, weil ich die Pläne für den Tiefbauer, die die Wasserleitung legt, in den Briefkasten stecken musste (damit wir schnellstens Bauwasser bekommen).

Ich bin also abends zu den Nachbarn gefahren, habe sie gefragt, ob sie uns Baustrom bereit stellen würden und vor Freude fast in die Luft gesprungen, als Ina (Nachbarin) gleich meinte "Ja". Da fällt einem doch ein echter Stein vom Herzen.

Der Elektriker sollte also einen Termin mit ihr machen, damit ihr Strom angezapft werden kann und eine Zähleruhr dazwischengeschaltet wird.

Wie wir gestern morgen erfahren haben, sollte dieser Termin gestern um 9 Uhr sein. Um 8:50 Uhr rief der Elektriker bei unseren Nachbarn an (verschlafen) und meinte, dass terminlich was "dazwischen gekommen" sein und ob der Strom nicht am Nachmittag angeschlossen werden kann. Nachmittags waren unsere Nachbarn aber nicht da. Ja, kein Baustrom - und nun?

Wir haben versucht den Elektriker zu erreichen -> ging natürlich niemand ans Telefon

Wir haben versucht, den Bauleiter zu erreichen -> ging natürlich niemand ans Telefon

Wir haben dann eine SMS an den Bauleiter geschrieben und versucht, uns nicht zu sehr aufzuregen, so unter dem Motto "nach mir die Sinnflut". Unser Bauleiter wird das bestimmt am Montag alles regeln, weil er sehr hinter dem Baustrom her war. Ich hoffe, der Elektriker bekommt einen ordentlichen "Einlauf". Der nächste Termin für die Pfahlbauer wäre übrigens frühestens in 2-3 Wochen (und so lange wollten wir nicht warten -> schon vom finanziellen Aspekt).

Naja, aber hier erstmal ein paar aktuelle Fotos von der "Matschwiese".

 

IMG_0037

 

IMG_0038

 

Die Holzblöcke sollen unser Schnurgerüst darstellen, die rot/weißen Platikbänder markieren die Punkte, in die die Pfähle eingerammt werden.

Die vier äußeren rot/weißen Bänder sind gleichzeitig unsere Hausecken, die Mittleren sind für die tragende Wand zwischen Wohnzimmer und Flur.

Besser zu sehen auf dem Lageplan.

 

 

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