Nachdem wir ja am Mittwoch auf der Baustelle waren und sich dort seit mindestens 1,5 Wochen nichts mehrg getan hat, war am Donnerstag ein Anruf beim Bauleiter fällig. Immerhin hat er Donnerstag Vormittag mehr Handlungsfähigkeit, als Donnerstagnachmittag, wenn er auf der Baustelle ist.
Er war sehr überrascht, dass es nicht weitergegangen ist. Aber auch das wundert uns nicht mehr...
Am Freitag kam dann der Anruf, dass dem Maurermeister die Arbeiter abhanden gekommen sind und wir deswegen wiederum eine weitere Woche Verzögerung haben. Zitat "ich muss mir da was einfallen lassen". Ja, das sollte er, denn langsam wollen wir unseren Umzug planen.
Frustrierend ist im Moment, dass wir nichts vom Sommer im Haus haben. Eigentlich sollten wir nach altem Zeitplan nächste Woche fertig sein und einziehen können.....
Naja, immerhin waren die bisher ausgeführten Arbeiten okay. Aber trotzdem frage ich mich, wieso bei uns alles so lange dauert? Unser Zeitplan in Stichpunkten:
Januar 2008: Idee, dass wir ein Haus bauen können wurde Realität, indem wir mit Grundstücksuche anfingen
April 2008: wir Unterschreiben den Bauwerksvertrag bei T&C
Juni 2008: Unser Kredit wird zugesagt
Juni-November 2008: Antrag auf Baugenehmigung beim Bauamt
Dezember 2008: Grundstückskauf
Februar 2009: nach Urlaub von T&C und "Übertragungsfrist" vom Grundstück gehts nun mit der Pfahlgründung los
März/April 2009: Schon jetzt haben wir immer mehr Verzögerung. Angeblich sind die hohen Anforderungen von unserem Qualitätssicherer schuld. Auf dem Bau passiert seit mehreren Wochen nichts.
Juni 2009: Unsere mittlerweile dritte Beschwerde in schriftlicher Form geht bei Town&Country ein. Endlich kommt auch eine schriftliche Reaktion: wir erhalten einen neuen Zeitplan und eine Begründung, wieso Town&Country an der Verzögerung keine Schuld hat. Auf unsere schriftliche Nachfrage zu der komplett falsch erklärten Zeitverzögerung haben wir bis heute keine Antwort....
Juli 2009: Laut 1. Zeitplan sollte Mitte Juli die Hausübergabe sein. Schon wieder passiert auf der Baustelle seit mindestens 1,5 Wochen nichts. Laut Bauleiter wird sich die Übergabe wieder um eine Woche Verzögern. Diesmal ist der Maurer "schuld".
August 2009: Ende August sollen wir endlich "drin" sein....
Und das Ende von der Geschichte? Bisher haben wir von Town&Country immer nur gehört, dass "die Anderen" (unser Qualitätssicherer oder die ausführenden Firmen) an der Zeitverzögerung Schuld sind und dass es bei anderen Bauherren immer geklappt hat. Es kam nie eine Entschuldigung oder Ähnliches....
Diese Woche wollten wir uns Montag mit unserem Qualitätssicherer treffen. Wir wollten mit ihm vor Ort sprechen, weil wir natürlich aus erster Hand sehen wollten, welche Mängel er findet. Leider war um 20 nach 10 immer noch nicht da (Termin war um 10 Uhr). Nach Anruf in seinem Büro erfuhren wir dann, dass es beim Termin davor eine Verzögerung gab und er erst gegen 11 Uhr kommen wird.
Das lässt sich nicht immer mit der Arbeit vereinbaren, deswegen sind wir dann auch losgefahren. Er hat sich dann auch später noch bei uns gemeldet. Im großen uns Ganzen war er sehr zufrieden, mit der Bauqualität. Er hatte lediglich einen großen und einen kleinen Mangel. Der kleine Mangel war eine Tackernadel, in der Dämmung, die hinterher nicht mehr mit Isolierband überklebt worden war. Der "große Mangel" war die fehlende Isolierung der Warmwasserleitung oben.
Er hat seine Dokumentation mit Fotos gespickt und an unseren Bauleiter geschickt.
Diese Woche sollte der Klinker weitgermacht werden und der Trockenbau 2 oben abgeschlossen werden.
Tatsächlich wurde der Klinker auch hochgezogen. Allerding sind wir, wie man auf dem Bild sieht, immer noch nicht ganz fertig und vor allen Dingen, ist bisher auch nur diese eine Seite geklinkert.
Angesichts der Tatsache, dass nächste Woche Donnerstag der Klinker fertig sein soll, wird das ein straffes Timing.
Aber: der Trockenbau 2 wurde ausgeführt. Das heißt im Endeffekt, dass unsere Wände oben nun 2 Seiten haben. Leider muss die eine Wand im Bad nochmal aufgemacth terden, weil die Warmwasserleitung unisoliert in die Wand führt. Diesen Mangel hat man nämlich noch nicht behoben.
Außerdem wurden wir ja darauf hingewiesen (Danke!) dass die Elektroarbeiten bei einigen anderen Town&Country Häuslebauern in Schutzrohren verlegt wurde. Darauf angesprochen, hat unser Elektriker folgendes geantwortet: "die Leitungen sind nach VDE+TAB Vorschrift verlegt wurden. Die Verlegung im Schutzrohr ist weder Vorschrift noch im Preis enthalten. Es ist auch keine nachträgliche Verlegung im Schutzrohr mehr möglich. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.". Soviel also dazu....
Übrigens hat Town&Country bzw. der Chef von unserem Bauleiter sich immer noch nicht auf unsere Nachfrage bezüglich der 4 Wochen mehr im Zeitplan für die Pfahlgründung gemeldet. Wir werden also Mitte Juli (ist ja bald) T&C darüber informieren, dass wir Verzugsgeld erwarten. Ich denke nicht, dass es da rechtlich Probleme geben wird. Zumindest sagte mir das unser Anwalt am Telefon.
Am Montag waren wir vor Ort, um mit dem Elektriker unseren Plan durchzusprechen. Wir hatten im Vorfeld einen Plan gemacht, wo wir Steckdosen, Antennenkabel, Telefon, Feuermelder und die Küchengeräte hinhaben wollen.
Dabei sind dann solche Dinge aufgetreten wie: "hier ist ein Antennenkabel, aber kein Stecker" oder "wollen Sie wirklich, dass Ihre Kinder kein Fernsehen haben?".
Wir haben uns dann noch sehr lange vom Elektriker beraten lassen und dieser hat dann gleich am selben Tag mit der Rohmontage angefangen und am nächsten Tag schon die Rohmontage beendet.
Damit wir später bei eventuellen Umbauarbeiten wissen, wo die Leitungen liegen, haben wir alles schln ordentlich abfotografiert. Man weiß ja nie, wozu das mal gut ist. Für alle künftigen Bauherren: Town& Country baut schon viele Steckdosen mit ein, aber man möchte trotzdem immer noch hier und da eine Steckdose haben. Das war auch bei uns so. In diesem Zusammenhang plant für sowas in die Finanzierung Mehrkosten mit ein.
Am selben Tag hatten wir dann auch noch einen Anruf von unserem Bauleiter, der meinte, dass die Maurer erst morgen anfangen mit dem Klinker. Das hat mich persönlich sehr gefreut, weil so ein Anruf oder Hinweis eigentlich alles ist, was ich auch schonmal eher erwartet hätte.
Am nächsten Tag haben wir dann tatsächlich ein bisschen vom Klinker gesehen, nämlich genau 2 Reihen, die säuberlich ums Haus geklinkert wurden. Außerdem konnten wir die Dämmung (echt dick!) betrachten.
Bewunderswert war außerdem, dass unsere Dämmwolle nun im Haus gelagert ist. Auch ein Punkt, den wir in unserer Beschwerdeliste erwähnt hatten.
Am Donnerstag/ Freitag waren dann die "Wassermänner" vor Ort. Auch hier hatte ich im Vorfeld einen Anruf bekommen, doch bitte um 10 Uhr am nöächsten Tag auf der Baustelle zu sein. In diesem Fall war das ein bisschen kurzfristig und immer lässt sich das eben auch nicht mit der Arbeit vereinbaren. Wir sind dann also Mittwoch auf die Baustelle und haben eingezeichnet, wo die Waschbecken und die Dusche genau platziert werden sollen, ebenso die Badewanne etc..
Den Küchenplan haben auch die "Wassermänner" bekommen. Sie hatten dann noch ein paar Fragen, also sie vor Ort waren, die ließen sich aber relativ leicht am Telefon klären.
Und nun liegen auch die Isolierungen für die Wasseranschlüssen schon.
Außerdem ist der Klinker an einer Wand schon sehr weit hochgezogen.
Nächste Woche steht dann ein Termin mit unserem Qualitätssicherer an, der die Dämmung in der Decke und zwischen Mauerwerk und Klinker begutachtet. Außerdem müssen wieder viele Rechnungen bezahlt werden und wir müssen mal mit unserer Bank reden, weil unser Kredit nur 1 Jahr zur Verfügung gestellt wird und deshalb verlängert werden muss.
Außerdem müssen wir noch einige Dinge für die Erschließung klären. Final wird diese nun am 14. Juli beginnen. Für die Wasserleitungen haben wir ein Unternehmen, für Strom muss ein Termin mit Vattenfall gemacht werden und das Telekom Kabel legen wir selbst in den offenen Graben (es muss nur von der Telekom angeschlossen werden).
Komisch ist, dass auf diese Beschwerde nun richtig eingegangen wurde. Ob es wohl daran liegt, dass wir einen Anwalt einschalten wollen?
Offensichtlich hat die Beschwerde auch auf dem Bau geholfen.
Das Dachgeschoß wurde gedämmt:
ein paar Tage später standen dann die Wände oben:
Und auch die Klinkersteine (die 3 Wochen Lieferzeit hatten, aber darüber hat man uns natürlich auch erst nach der Beschwerde informiert) wurden angeliefert und von uns argwöhnisch bemustert ("Sind das wirklich die Steine, die wir uns ausgesucht haben? Hmm, ja, haben Ähnlichkeit. Hmm, mal schauen, wie die dann verklinkert aussehen...")
Nächste Woche soll dann mit dem Klinker begonnen werden. Außerdem haben wir einen Termin vor Ort mit dem Elektriker (dem hatten wir zwischenzeitlich einen Plan mit allen Steckdosen, Lichtern, Schaltern, Antennenkabeln und Internetkabeln geschickt). Außerdem hatte sich der Klempner nun bei uns gemeldet und sich entschuldigt, dass kein Schreiben zur Bemusterung rausgegangen ist. Wir sollten dann aber, auf Grund des engen Timings gleich dieses Wochenende bemustern und ihm einen Plan unserer Küche für die Anschlüsse schicken.
Bei den Sanitärobjekten haben wir die "Standards" aus dem Bauwerksvertrag gegooglet (weil auch wir mal am Samstag keine Zeit haben) und (auch auf Grund des Geldes) uns entschieden, den Standard zu nehmen.
Bezüglich der Küche mussten wir ja nun auch eine Entscheidung treffen. Deshalb waren wir nochmal bei Ikea. Wir haben uns dazu entschlossen, unsere alte Spülmaschine und unseren alten Kühlschrank mit in die neue Küche einbauen zu lassen. Das scheint auch ohne Probleme zu gehen. Und weil Ikea scheinbar alle Teile vorrätig hat, muss nur ein Termin für den Einbau gemacht werden (dafür muss man 2 Wochen vorplanen).
Also nimmt auch dieser Teil langsam aber sicher Formen an. Nun müssen wir nur noch den Fliesenspiegel für die Küche bemustern (das hatten wir bis zu entgültigen Entscheidung des Küchenkaufs vor uns hergeschoben...).
Die Geschichte mit der Dämmwolle und der weitere Verzug über eine Woche, in der wieder nichts passiert ist und außerdem die "Nicht-Reaktion" unseres Bauleiters auf unsere Fragen haben uns zu einer weiteren Aktion gezwungen: ein Anwalt sollte Rat bringen.
Ich fasse zusammen: wir befanden uns in der 9. Woche (!!!) Verzögerung, seit 2 Wochen haben ich von unserem Bauleiter einen aktuellen Zeitenplan abgefordert (einmal mündlich und mehrfach schriftlich) ohne Reaktion, es war schon wieder eine Woche mt schönstem Wetter vergangen ohne dass auf dem Bau irgendwas passiert ist und zu guter Letzt hatte sich herausgestellt, dass unsere Bemusterung der Sanitärobjekte komplett sinnlos war, weil die Einladung sich nur auf die Fliesen und die Firma, die die Fliesen verlegt bezog und nicht auf die Sanitärobjekte. Dafür gab es wieder andere Bemusterungspartner...
Wir haben also eine kurze Rechtsberatung in Anspruch genommen und dann die gefühlt tausendste Mail geschrieben, damit wir endlich einmal ernst genommen werden.
Das ging diesmal richtig schnell. Einen Tag später meldete sich jemand von der Firma Groth und Co. bei mir, der sich für die "mangelnde Kommunikation" entschuldigte und einen aktuellen Zeitplan geschickt hat. Demnach sind wir Mitte August endlich "drin".
In der Stellungnahme, die wir abgefordert haben, stand dann, dass sie ja die Mehrkosten für den Klinker und die Mehrkosten für die Lüftungsanlage tragen würden.
Ehrlich gesagt, erwarte ich nach dem Klinker Drama aber, dass die Kosten nicht auf uns sitzen bleiben und auch bei der Lüftungsanlage erwarte ich, dass die Kosten nicht auf uns sitzen bleiben. Immerhin war von vorne herein klar, dass wir mit einem Qualitätssicherer der Stadt Hamburg bauen und auch, was dieser "erwartet".
Den zeitlichen Aufwand versuchen sie nun auch wegzudiskutieren, weil laut Bauwerksvertrag ab dem 1. Tag Verzug 50€ pro Tag anfallen würden.
Diese Argumentation sah in der Stellungnahme wir folgt aus:
4 Wochen reguläre Bauzeit
2 Wochen zusätzlich für unser Fliesenpaket
4 Wochen zusätzlich für den Klinker
4 Wochen zusätzlich für die Pfahlgründung
Die drei ersten Punkte sind im Bauwerksvertrag festgelegt und daher auch "okay". Die weiteren 4 Wochen jedoch wurden frei dazu erfunden.
Vermutlich, weil wir genau 4 Wochen "Zeitverzug" zum ursprünglichen Zeitplan haben, wurden diese 4 Wochen für die Pfahlgründung eingeplant. Ich denke aber nicht, dass es rechtlich okay ist, im ersten Zeitplan für die Pfahlgründung 1 Woche einzurechnen und dann, bei schon entstandenem Zeitverzug, 4 Wochen dafür einzurechnen. Auch angesichts der Tatsache, dass die Pfahlgründung tatsächlich nur 3 Tage gedauert hat....
Wir haben einige News aufzuholen. Unsere angekündigte Gartenarbeit haben wir nach der "Bemusterung" für die Sanitärobjekte durchgezogen. Eigentlich sollte die Aktion dazu dienen, dem Unkraut auf unserem Grundstück entgegen zu wirken. Nach 4 Stunden Arbeit in der Prallen Sonne hatten wir nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch 13 Säcke voller Disteln. Leider haben wir nur ein Mini-Stück in der Zeit geschafft.
Wir ewig lange das ganze Grundstück dauert, wollten wir gar nicht nachrechnen, sondern erstmal ein Gespräch mit dem Gärtner haben....
Auf diesem Bild sieht man ganz gut den Erdwall an ausgegrabenen Mutterboden und rechts unten in der Ecke steht Stefan beim Graben:
Eine Woche später waren wir wieder am Grundstück um uns mit einem Gärtner zu treffen und dieses Problem durchzusprechen.
Natürlich waren wir auch gespannt auf die Neuerungen am Haus. Laut Aussage des Bauleiters sollte das Dach gedämmt und die Wände oben gestellt werden.
Die gute Nachricht zuerst: wir haben einen Gärtner gefunden, der uns hilft, den aufgetürmten Mutterboden zu verwenden. Das ganze Unkraut wird dann rausgeharkt und später durch Rasenmähen "vernichtet". Uns war wichtig, dass der Gärtner nicht zu viel kostet und dass wir wohlmöglich sogar mithelfen können, um Kosten zu sparen und offensichtlich besteht diese Möglichkeit, gerade beim Pflastern mitzuhelfen. Das ist natürlich doppelt gut: wir sparen Geld und wir können selbst mit anpacken.
Die schlechte Nachricht: auf der Baustelle ist eine ganze Woche mal wieder nichts passiert. Entgegen der Aussage von unserem Bauleiter ist auch unter dem Dach nicht gedämmt worden und die Wände stehen auch noch nicht....
Wir haben dagegen unachtsam auf das Grundstück geworfene Dämmwolle fürs Dach gefunden. Im Haus lag ein Lieferschein: "Kein Mensch auf der Baustelle. Selbst abgeladen". Es war Regen für das Wochenende angekündigt, was uns nicht gerade glücklich gemacht hat, weil sich die Dämmwolle dann ja vollsaugt und das alles wieder austrocknen muss....
Unsere Geschichte mit dem Verblender aus dem vorletzten Blog Eintrag hat nun ein "Fast-Ende". Am Mittwoch rief unser Bauleiter aus dem Urlaub bei uns an und sagte, er hätte gehört, dass ich Probleme mit dem Maurer habe...
Ich habe ihm also die Geschichte noch einmal erzählt, inklusive der weiteren Details aus den Tagen davor. Er fragte dann, für welchen Klinker wir uns denn entschieden haben und wie viele Mehrkosten entstehen würden. Wir hatten uns in der Zwischenzeit sowieso für den günstigsten Klinker umentschieden, weil wir uns nochmal die Häuser in der Straße als "Vergleich" angeschaut haben. Trotzdem waren da immernoch Mehrkosten von 742,-€. Unser Bauleiter sagte dann, dass er diese übernehmen würde, damit es keine Probleme mehr gibt. Endlich mal ein Zeichen des Entgegenkommens.... Ich habe dann direkt die Auftragsbestätigung an den Maurer gefaxt und nun warten wir diese Woche darauf, dass der Verblender angeliefert wird und das Haus verblendet wird.
Und so sah die Mustertafel aus:
Auch am Haus hat sich was getan: die Ziegel sind nun fast ganz drauf (und sehen sehr schick aus), wobei es unserem Bauleiter auch sehr wichtig war, dass das T&C/Groth & Co. Schild auch schön zur Geltung kommt:
Am Wochenende werden wir uns übrigens das erste Mal richtig am Garten zu schaffen machen. Wir haben gehört, dass ein Mutterbodenaustausch sehr teuer sein soll. Wir haben richtig guten Marschboden auf dem Grundstück, den wir gerne wiederverwenden würden. Einziges Problem dabei ist, dass dort sehr viele Disteln und allgemein Unkraut wächst. Deswegen werden wir am WE unsere ersten Gartengeräte kaufen und uns ans Umgraben und Ausgraben des Unkrautes machen, damit wir die Erde wieder nutzen können. Vielleicht ist bis dahin ja auch schon ein Fortschritt in Richtigung Verbledung zu sehen und vielleicht haben wir bis dahin auch einen aktuellen Zeitenplan erhalten. (Haben wir gestern bei unserem Bauleiter angefordert).
Und noch eine gute Nachricht: wir haben nun endlich auch schriftlich von der WK die Stufe a/b erreicht.
Auf dem Bau hat sich gestern was getan. Das Obergeschoß wurde nun fertig gemauert, unten das Gästebad wurde auch fertig gemauert und der Kamin mit der Öffnung zur richtigen Seite wurde auch fertig gemauert.
Bilder sagen mehr, als Worte:
Auf diesem Bild sind Bauherr und Bauherrin (und nun dürft ihr suchen)
Zur Erinnerung: eigentlich sollte diese Woche die Verblendung beginnen. Das Problem war, dass sich erst niemand bei uns gemeldet hat, bezl. Bemusterung. Als der Rohbau begonnen hat, habe ich einige Male nachgehakt und immer gehört "der Maurer meldet sich bei Ihnen".
Das ist nicht passiert, also habe ich die Nummer vom Maurer abgefordert und mich gemeldet. Dann wurde mir ein Bemusterungspartner genannt. Dort waren wir, auf Grund der Dringlichkeit, direkt am nächsten Morgen. Der Herr, der uns durch die Musterung geführt hat, durfte uns aber keine Preise nennen. Wir haben uns also darauf geeinigt, dass er uns auf die billigen Steine stößt.
Wir haben uns 5 Steine ausgesucht. Nach ein paar Tagen wußten wir zumindest schon einmal, dass unser Favorit preislich 5.000€ Mehrkosten verursachen würde. Laut Aussage des Bauleiters wären 3 der Steine preislich inklusive. Welche wusste er nicht.
Dies war nun über eine Woche her, in der immer wieder gesagt wurde, dass der Maurer sich meldet. Dies ist nicht passiert. Ich habe dann dort angerufen und immerhin die 3 Nummern (bei der Bemusterung trugen die Klinker Nummern) durgesagt bekommen, die preislich drin sind. Allerdings mit dem Zusatz, dass diese ca. 900-1000€ mehr kosten. Also keiner der 5 Steine ist inklusive.
Heute habe ich dann auch das schriftliche Angebot dazu erhalten. Frau Oldach von T&C hat sich heute bei mir gemeldet und meinte, dass solche Dinge immer unser Bauleiter bestimmt und sie auch nicht so tief integriert ist. Sie wollte ihn also im Urlaub anrufen. Dann kriege ich einen Anruf vom Maurer, der sich darauf bezieht, dass im Bauwerksvertrag von T&C für Verblender ein Preis von 400€ per tausend angegeben ist und daran nichts zu rütteln wäre. Er würde mit den Steinen keinen Gewinn machen. Ich habe ihm dann gesagt, dass mir das egal ist, wenn uns bei der Bemusterung jemand den Preis gesagt hätte und das es doch nicht sein kann, dass von 5 Steinen keiner preislich drin ist. Dann kam (Originalzitat) "Liebe Frau Timmann, dann müssen Sie sich mal ein bisschen durchsetzen und auf die Rausgabe des Preises bestehen!". Das hat mich dann in Rage gebracht... Er fragte dann noch, auf welchem Stein dieser Preis kalkuliert wurde. => Bin ich denn Town&Country?
Final wollte er wissen, mit wem ich telefoniert hatte und wer die Anweisung zu "bitte keine Preisauskunft" gegeben hat (sein Chef) und bei der Firma anrufen, in der bemustert wurde. Beim zweiten Anruf hat er mich nicht erreicht.
Herrn Grebe gegenüber habe ich dann gesagt, dass ich nicht dafür zuständig bin, den ganzen Tag in der Weltgeschichte herumzutelefonieren und endlich eine Lösung will. Ich bin gespannt, wann diese kommt....
Heute habe ich mit dem Maurer telefoniert, um nun doch mal nachzufragen, was denn nun mit den Klinker Angeboten ist. Unser Bauleiter kann sich schließlich um nichts kümmern, weil er im Urlaub ist (ohne vorher mal kurz Bescheid zu sagen). Immerhin sollte diese schon die Verklinkerung beginnen.... => Hört ihr die Ironie in meiner Stimme?
Ich meinte dann "Von unserem Bauleiter habe ich erfahren, dass Sie sich bei mir bezüglich des Angebots für Klinker melden wollten...." Allen ernstes hat der Maurer (zwar im Scherz, aber danach ist mir nun nicht mehr zumute) gesagt "Tja, dann siehst du ja mit diesem Anruf, dass das nicht passiert ist.". Immerhin hat er sich dann nochmal bei mir gemeldet, weil ich wissen wollte, welche der 3 ausgesuchten Klinkersteine mit in unserem Angebot sind.
Und tadda: es ist KEIN Stein preislich drin. Die 3 in Frage kommenden würden, statt 5.000€, 1.000€ mehr kosten.
Ich fasse zusammen: von 5 Steinen, kommen laut Bauleiter 3 in Frage, diese 3 würden dann aber auch ca. 1.000€ mehr kosten.
Da unser Finanzplan eh schon grenzwertig ist (anfangs dachten wir noch, wir hätten Geld über, davon können wir nun aber nur träumen, weil die Erschließung und der Garten so teuer sind), kommt das natürlich nicht in Frage. Auch hätte man uns bei der Bemusterung sagen müssen, welcher Stein ohne Mehrkosten drin wäre...
Ich habe dann beim Baustoffhandel angerufen. Die durften mir angeblich immernoch keine Preise rausgeben und rufen mich morgen zurück. Dann habe ich bei Herrn Grebe angerufen. Irgendeinen Ansprechpartner muss man ja haben, wenn der Bauleiter mal im Urlaub ist. Dieser wollte sich darum kümmern, bzw. das "Anliegen" an Frau Oldach weitergeben. Bisher habe ich noch keine Rückmeldung, ich rechne aber morgen damit.
Eine gute Nachricht gibt es aber: ich habe von Herrn Grebe heute die Email weitergeleitet bekommen, in der steht, dass wir nun endlich Stufe a/b erreicht haben.
Am Freitag waren die Maurer am Werk und haben unser Dachgeschoß an den Seiten zugemauert. Ganz fertig sind sie noch nicht, aber das folgt anscheinend noch (Maschinen stehen voll einsatzfähig auf dem Dachgeschoß). Am Samstag Morgen kamen dann noch einmal die Dachdecker um unser Dach abzudecken (wie der Name schon sagt) und die Sparren als Vorbereitung für die Ziegel anzubringen. Bei unserem Besuch am Samstag waren wir dann doch ganz schön erstaunt, dass das noch passiert ist. Ein weiteres "Problem" war unser Kamin. Wir sind uns nicht so ganz sicher, ob das Loch auf der einen Seite unsere Kaminöffnung darstellt, oder nur die Belüftung was auch immer. Deshalb und auch, weil der Maurer sich nicht mehr bei uns gemeldet hat, haben wir gleich mal an die Wand geschrieben, wo die Öffnung hin soll:
Es war nämlich so, dass ich am Freitag auf diese Tatsache unseren Bauleiter hingewiesen habe, der dann meinte "Och, ich weiß nicht, ob das schon zu spät ist." Da hab ich dann gesagt, dass es nicht sein kann, ohne Rücksprache mit den Bauherren einfach die Öffnung zu bauen...
Trotzdem war es schön, auch vom Obergeschoß einen ersten "richtigen" Eindruck zu bekommen.
Hier die neusten Impressionen (es war gar nicht so leicht, ohne Leiter über das Gerüst ins Haus zu klettern).
Am Freitag wollte unser Bauleiter noch bei unserem Qualitätssicherer nachhaken, was denn nun mit der Stufe a/b ist. Da er sich nicht mehr bei uns gemeldet hat, bin ich davon ausgegangen, dass nichts passiert ist oder ich am Montag eine Nachricht bekomme.
Ein Gespräch mit unserem Verkäufer Herrn Grebe am Samstag brachte dann aber Klarheit: wir haben die Stufe a/b erreicht!
Leider musste ich auch erfahren, dass unser Bauleiter nächste Woche im Urlaub ist. Ich hätte es ganz schön gefunden, davon zu wissen, weil beim letzten Urlaub nichts auf der Baustelle passiert ist. Naja, mal schauen. Eigentlich sollte nächste Woche die Verklinkerung dran sein. Wie ich Freitag schon vermutet habe, hat sich der Maurer nicht bei uns gemeldet. Wir wissen also immer noch nicht, welcher Klinker preislich drin ist.